Koordinierungs- und Fachstelle im Auftrag des Landkreises Eichsfeld


Johannitergut Beinrode GmbH
Ulrike Fricke
Andrea Heinemann
Kallmeröder Straße 2
37327 Leinefelde-Worbis/ OT Beinrode
Tel.:03605/5465315
Fax: 03605/5465314

Gefördert vom

im Rahmen des Bundesprogramms

MALSI - Einblicke von allen Seiten

 

Projektträger: 1. Eichsfelder Sportclub e.V.

Projektleitung: Holger Stitz

Fördersumme: 9.500 €

Ziele und Inhalte des Projektes

Der Name „Malsi“ entstand beim Gedanken, den Islam von allen Seiten zu beleuchten. Einheimischen, Muslime und anderen Kulturen auch die positiven Blickpunkte vom Islam näher zu bringen. Somit schreiben wir den Name einfach einmal rückwärts: MALSI


Der Zugang Sport ist ein gutes pädagogisches Mittel zur Zielgruppe  Kinder und Jugendlichen. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund ist in der Sportart Boxen besonders hoch. Somit nutzen wir in unserem  Netzwerk die große Anzahl  von Boxvereinen und Abteilungen, um verschiedenste Kulturen und Religionen zusammen zu führen. Da wir auch andere Sportarten im Verein anbieten, erweitern wir bei Bedarf die Zugangsmöglichkeiten im Projekt. Durch die Verschiedenen Projektsäulen, wird nicht nur Sport als Zugang dienen. Das Projekt ist somit offen und bietet verschiedene Zugangsmöglichkeiten.
Der Islam ist ein umfassendes Themenfeld. Nach intensiver Suche konnten Fachkräfte gefunden werden. Wie z.B.: Loubna Aghazzaf, in Marokko geboren, in Frankreich mit der muslimischen Kultur aufgewachsen, Jura studiert und genauste Kenntnisse über den Koran, seit 2006 in Deutschland und mit arabischen, französischen, spanischen, italienischen, englischen und deutschen Sprachkenntnissen. Durch diese Fachkraft und andere Honorarkräfte (bspw. eine Person, die der Gruppe der Sinti und Roma angehört, aber auch Menschen die dem Eichsfelder Sportclub angehören) können wir das Projekt auf mehrere Säulen stellen. Die Projektleitung übernimmt Holger Stitz, Leider der Abteilung Boxen und 2. Vorsitzender des ESC.


Zielgruppe dieses Projektes sind vor allem Kinder und Jugendliche aller Religionen und Kulturen, Familien (besonders Frauen und Mütter), Kindergärten, Schulen (Lehrer/innen) und Mitarbeiter/innen der zuständigen Ämter sein.
Hauptziel des Projektes „Malsi“ ist es, dass sich die verschiedenen Kulturen und Religionen kennen- und respektieren lernen.


1. Säule: Schulungen für Multiplikator/innen (mindestens 5 in verschiedenen Einrichtungen wie bspw. Schulen, KITA´s, usw.)
Schulungen für Multiplikator/innen zu den Themen Koran und Islam sowie dem Umgang mit muslimischen Kindern und Jugendlichen. Geplant ist, diese Veranstaltungen mind. ein mal monatlich durchzuführen, bei  größerem Bedarf sind auch mehr möglich. Sie umfassen mindestens einen halben Tag, können aber inhaltlich ausgeweitet werden (bspw. für Projekttage etc.). Interesse für eine Zusammenarbeit wurde bereits von folgenden Netzwerkpartnern signalisiert:


1. Johann Carl Fuhlrott Grund und Regelschule (AnsprechpartnerIn: Frau Körner)
2. DRK Kindergarten Sonnenschein Leinefelde (AnsprechpartnerIn: Frau Hahn)
3. Diakonisches Werk Eichsfeld (AnsprechpartnerIn: Frau Windolph)
4. Kinder- u.  Jugendmigrationsdienst  Villa Lampe (AnsprechpartnerIn: Maik Herwig)
5. Lingemann Gymnasium (AnsprechpartnerIn: Frau Diegmann)
6. Tillmann-Riemenschneider- Schule (AnsprechpartnerIn: Frau Gödecke)
7. Jugendzentrum Leinefeldec(AnsprechpartnerIn: Herr Löffler)

Das Angebot kann auch für andere Interessierte geöffnet und erweitert werden (landkreisweitet).
Ziel dieser Säule ist, die Multiplikator/innen für die Besonderheiten von muslimischen Kindern und Jugendlichen in Ihren jeweiligen Einrichtungen und Arbeitsfeldern zu sensibilisieren.

Leitung: Holger Stitz
Durchführung: Loubna Aghazzaf sowie weitere Referent/innen

2. Säule: Workshopangebote für Kinder und Jugendliche (landkreisweit) (mindestens 15 im Projektzeitrau)

In den Workshops werden theoretische aber auch praxisnahe und erlebnisorientierte Angebote geschaffen, die den Teilnehmenden sowohl den Koran und Islam als auch andere Glaubensrichtungen und die demokratische Gesellschaftsordnung der BRD näher bringen. Die Durchführung übernimmt Loubna Aghazzaf.
Die Zielgruppe wird durch die geschulten Multiplikator/innen akquiriert. Es werden auch die Besucher/innen des Boxkinos sowie weitere Interessierte einbezogen.
Alle Workshops werden im Boxkino durchgeführt (Beethovenstraße  9, 37327, Leinefelde). Die Häufigkeit der Angebote richtet sich nach dem jeweiligen Bedarf, soll aber mindestens ein mal pro Woche durchgeführt werden.
Ein Ziel der Workshops kann sein, dass die Teilnehmenden jungen Menschen sich zu Multiplikator/innen in ihren jeweiligen Peergroups entwickeln.
Darüber hinaus finden thematische Veranstaltungen im Rahmen einer Ferienfreizeit und einer größeren Veranstaltung (über 2 Tage auf Gut Beinrode) statt (insegesamt 2 Veranstaltungen).
Ziel ist es, Vorurteile abzubauen, Wissen weiterzugeben, respektvollen Umgang miteinander zu erleben und Spaß miteinander zu haben.


Workshopleitung: Holger Stitz
Durchführung: Loubna Aghazzaf sowie weitere Referent/innen

In den Säulen 1 und 2 ist der Zugang zu den unterschiedlichen Zielgruppen über folgende thematischen Ansätze gegeben:
-    Musik, Kunst und Kultur
-    Sport (Boxen, Schwimmen, Longboarding und Breitensport)
-    Umgang mit deutscher Sprache
-    gemeinsames Kochen

3. Säule: Aufbau einer soziokulturellen Gruppe (landkreisweit)

In dieser Säule soll daran gearbeitet werden, eine soziokulturelle Gruppe bestehend aus jungen Migrant/innen aufzubauen. Die in Säule 1 und 2 entstanden Kontakte werden genutzt um interessierte junge Menschen hierfür zu werben.
Um dieses Vorhaben gut vorzubereiten, sind Besuche von Migrantenselbstorganisationen in Baden-Würtemberg und Berlin als Best-Practice-Beispiele angedacht. Die Kontakte zu diesen Organisationen sind durch den Integrationssport Boxen bereits hergestellt. An diesen Exkursionen wird die Projektleitung, mögliche Unterstützer/innen von Ämtern oder freien Trägern u.a. teilnehmen.
Langfristiges Ziel dieser Säule ist, Migrant/innen im Eichsfeld einen Raum zu geben, wo sie sich treffen und austauschen können.
An der Unterstützung dieser Gruppe soll auch nach Projektende festgehalten werden. Hierzu ist es wichtig, auch weiterhin Unterstützer/innen zu werben.
Realistisch gesehen ist in diesem Jahr neben der Akquise von jungen Menschen und den Exkursionen nur noch die Planung von weiteren Schritten möglich. Dies soll, nach Möglichkeit, bereits mit den jungen Menschen der soziokulturellen Gruppe geschehen. Die Begleitung der Gruppe wird durch die Projektleitung gewährleistet. Hier wird intensiv mit dem Jugendmigrationsdienst der Villa Lampe und dem Migrationsdienst des Diakonischen Werkes Eichsfeld-Mühlhausen zusammengearbeitet.

Das Gesamtprojekt trägt dazu bei, Vorurteile, sowohl bei einheimischen als auch bei zugewanderten Menschen, abzubauen und ein verständnisvolles Miteinander zu fördern.
Das Projekt wird durch viele ehrenamtliche unterstützt.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Akzeptieren